Abgebaut wurde das Gestein Magnesit, teils in Hochöfen aufbereitet wurde das Material weiterverarbeitet zu Zement und diversen Baumaterialien. 1968 wurde der Abbau mangels Rentabilität eingestellt.
Steinbruch Zumpanell

Mit den Arbeiten wurde gleich nach der Schneeschmelze begonnen, und gearbeitet wurde meist bis Weihnachten. Anfänglich wurde das Gestein in mühseliger Knochenarbeit gebohrt, abgetragen und mit großen Vorschlaghämmern zerkleinert. Erst allmählich kamen Baumaschinen wie Kleinbagger und Kompressoren zum Einsatz.

Natürlich wurde auch gesprengt und nicht selten wurde eine darunterliegende Blechbaracke durch herumfliegendes Gestein getroffen. Die Sprengarbeiten gestallteten sich mitunter recht schwierig, da die Arbeiter sich im brüchigen Gestein mit teils spärlicher Seilsicherung bewegen mussten, um die Bohrungen für die Sprengladungen vorzubereiten.

Im Juli 2002 wurde eine Gruppe von Arbeitern des Forstinspektorates mit den Aufräumarbeiten in Zumpanell beauftragt . Die nach dem Verlassen des Steinbruchs hinterlassene Ausrüsstung und Seilanlagen lagen bis vor kurzem überall herum. Der Abtransport wurde von der Firma "AIRWAY"(Helikopterservice) übernommen. Die verwahrloste Seilstation wurde zu Schauzwecken wieder instandgesetzt, weiters wurden die Kapelle zur Hl.Barbara und der Bildstock renoviert.

Zumpanell, ein verlassener Steinbruch befindet sich oberhalb der Baumgrenze nahe am Ortler, unweit von Gomagoi auf 2300m. Die Anlage wurde errichtet und in Betrieb genommen 1952 von der Firma Heraklith aus Mestre.
Dank an Johann Pichler (ehemaliger Sprengmeister in Zumpanell) für die Informationen.
Zu Spitzenzeiten waren im Steinbruch bis zu 40 Arbeiter beschäftigt, die in drei Baracken untergebracht wurden. Weiters befand sich eine Küche und eine etwas noblere Behausung unterhalb der Kapelle, die auch heute noch steht ; jene war als Büro-und Schlafstätte für die Ingenuiere vorgesehen.